Hofheim
Meine Heimatstadt Hofheim ist die Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises und hat aktuell rund 38.000 Einwohner. Landschaftlich reizvoll am Südhang des Taunus gelegen, zeichnet sich Hofheim durch seine zentrale Lage im Herzen des Rhein-Main-Gebiets aus. Da drei der sechs Stadtteile über einen direkten Anschluss an die Autobahn A66 verfügen und auch der Anschluss an den Schienenverkehr sehr günstig ist, lassen sich die umliegenden Städte Frankfurt, Mainz und die Landeshauptstadt Wiesbaden schnell und bequem erreichen.
Meine politische Arbeit für Hofheim:
Gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgen Hofheims habe ich mich erfolgreich für den Ausbau der Autobahn A 66 eingesetzt. Ohne diesen massiven Druck wäre das für die Region so wichtige Infrastrukturprojekt an der damaligen rot-grünen Bundesregierung gescheitert. Stattdessen haben heute drei der sechs Stadtteile Hofheims einen direkten Anschluss an die A 66.
Im Moment setze ich mich insbesondere für eine möglichst schnelle und effiziente Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses zum Bau der B 519 ein. Diese Umgehungsstraße wird die Verkehrsbelastung in Hofheim spürbar verringern. Das bedeutet ein mehr an Lebensqualität für die Menschen in meiner Heimatstadt.
Für die Zukunft fordere ich seit einiger Zeit den Bau der so genannten „Wallauer Spange“ zur Optimierung des Schienennahverkehrs um Hofheim. Dieser Bahnabschnitt hätte den Vorteil, dass ein neuer S-Bahn-Haltepunkt zwischen Delkenheim und Hofheim-Wallau eingerichtet werden könnte, der für eine besonders günstige Anbindung des westlichen Main-Taunus-Kreises sorgen würde.
Neben der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur verfolge ich das Ziel, dass Hofheim endlich ein Amtsgericht bekommt. Zur Zeit verfügt man als Kreisstadt nämlich über kein Gericht, obwohl der Main-Taunus-Kreis ein solches dringend benötigt.
Ein Regionalkreis-Modell mit Frankfurt – wie von der SPD gefordert – lehne ich entschieden ab. Die Unabhängigkeit des Main-Taunus-Kreises mit Hofheim als Kreisstadt ist ein wichtiges Gut und darf nicht durch die Schaffung eines bürokratischen Monstrums zerstört werden.
Historie:
Die ältesten Spuren menschlichen Lebens auf dem heutigen Hofheimer Stadtgebiet datieren aus der Alt- und Jungsteinzeit (75000 v.Chr. bzw. ca. 5000 v.Chr.). Zur genauern Untersuchung finden seit 2008 Grabungen auf dem Kapellenberg statt. Um etwa 40 n.Chr. siedelten dann die Römer auf dem Hochfeld und errichteten in der Folge ein Steinkastell zur Verteidigung.
Die erste urkundliche Erwähnung Hofheims datiert aus der Zeit nach dem Untergang des römischen Reichs: Im Jahre 1263 ist Hofheim (unter dem Namen Hoveheim) als Besitz der Herren von Falkenstein eingetragen. In den folgenden Jahrhunderten war die Entwicklung Hofheims von einem wechselhaften Schicksal geprägt. Nachdem Hofheim im Jahre 1352 von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte verliehen worden waren, wurde es vom Mainzer Erzbischof erobert, an den Herren von Kronberg verkauft, später zurückgekauft, verpfändet und
vererbt. Dem Erzbischof Daniel Brendel von Homburg gelang es schließlich die Pfandschaft 1559 einzulösen.
Im dreissigjährigen Krieg war die Bevölkerung den Plünderungen der Spanier, Bayern, Schweden und Franzosen ausgesetzt. Erwähnenswert ist, dass im Gasthof „Zum Goldenen Hirsch“ 1645 Vorverhandlungen zum „Westfälischen Frieden“ stattfanden.
Die Franzosen kehrten in Form der Revolutionsarmee 1795 noch einmal zurück und verwüsteten weite Teile der Stadt.
Nur acht Jahre später wurde Hofheim als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses ein Teil des Fürstentums Nassau-Usingen und fiel nach dem preußisch-österreichischen-Krieg von 1866 an Preußen.
Unter preußischer Herrschaft wurde in den Jahren 1874-1877 der Anschluss an das Eisenbahnnetz hergestellt. Die über Hofheim verkehrenden Züge haben seit dieser Zeit auch einen Haltepunkt in Frankfurt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt ein Teil des neu gegründeten Bundeslandes Hessen und erfuhr im Rahmen der Hessischen Gemeindereform 1969 eine deutliche Vergrößerung des Stadtgebiets. Seit dem 1. Januar des Jahres 1980 ist Hofheim Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises. Die Partnerstädte Hofheims sind Chinon (Frankreich, seit 1967), Tiverton (England, seit 1980) und Buccino (Italien, seit 2008).
Kultur:
Hofheim verfügt über ein reichhaltiges kulturelles Angebot, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. So verfügt die Stadt über eine Volkshochschule, eine Stadtbücherei und das 1993 eröffnete Stadtmuseum. Unbedingt gesehen haben sollten man auch den Hexenturm, den auf dem Kapellberg gelegenen Meisterturm und das Haus der Andacht.
Der kulturelle Mittelpunkt Hofheims ist die Stadthalle. Hier finden Veranstaltungen aller Art statt: Kongresse, Bälle, Konzerte, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Kleinkunstveranstaltungen. Die Liste der Akteure umfasst dabei neben überregional bekannten Persönlichkeiten wie Waldemar Hartmann vor allem die zahlreichen örtlichen Vereine, die sich auf hohem Niveau der Pflege von Kunst und Musik widmen.
Aber auch sportlich hat Hofheim viel zu bieten: Neben den erfolgreichen Schach- und Basketballmannschaften sticht vor allem der Motorsport Club Diedenbergen hervor. Die Mitglieder der Speedwaymannschaft waren mehrmals Deutscher Meister und stellten mehrere Welt- und Europameister.
Sehenswert:. 
Im Stadtteil Diedenbergen liegt der stadteigene Weinberg, der von einem Weinlehrpfad umgeben ist. Auf diesem Pfad wird man durch acht Tafeln über historische und aktuelle Arbeitsweisen und Bräuche der Winzer informiert. Eine Wanderung auf diesem Pfad ist für Kinder wie für Erwachsene eine gesunde und lehrreiche Erfahrung: Wer weiß schon, dass es früher für den Winzer Brauch war, vor Beginn der Lese nicht weniger als 17Mal um jeden Rebstock zu laufen?
Da der auf dem Gut erzeugte Wein ausschließlich zum Eigenbedarf bestimmt ist und nicht verkauft werden darf, ist er nur als Geschenk für besondere Verdienste erhältlich und wird ansonsten nur zu besonderen Anlässen in Hofheim ausgeschenkt
Um die Motivgestaltung des Weinetiketts gibt es jährlich einen Wettbewerb lokaler Künstler. Als Preis winkt zusätzlich zur Etikettgestaltung ein Faltblatt, das Etikett und Künstler näher vorstellt.
Die berühmte Hofheimerin:
Hanna Bekker vom Rath wurde als Kind der wohlhabenden Familie vom Rath am 7. September 1893 in Frankfurt geboren.
Durch ihren Ehemann Paul Becker, einen Musikkritiker der Frankfurter Zeitung, kam sie in Kontakt mit zeitgenössischer Kunst. Sie schloss Freundschaften mit den Malern Alexej von Jawlensky und Ludwig Meid und stellte deren Werke in ihrem „Blauen Haus“ in Hofheim aus, wo sie die Künstler mit Sammlern zusammen brachte.
Zur Zeit des Nationalsozialismus organisierte sie heimliche Ausstellungen von Gemälden zeitgenössischer Künstler, die der nationalsozialistischen Zensur zum Opfer gefallen waren, bzw. als „entartete Kunst“ diffamiert wurden. Auch nach dem Krieg bot sie diesen Werken im Rahmen des „Frankfurter Kunstkabinett Hanna Becker vom Rath“ ein Forum. Durch ihre Kontakte brachte sie zahlreiche Künstler wie Ernst Wilhelm Nay und Marta Hoepffner nach Hofheim.
In den 50er Jahren unternahm sie zahlreiche Reisen ins Ausland, die sie nutzte, um die Bilder ehemals zensierter Künstler und viel versprechender Nachwuchsmaler zu präsentieren. Dies brachte ihr die Bezeichnung „Botschafterin der Kunst“ ein.
Hanna Bekker vom Rath starb am 8. August 1983 in Bad Nauheim. Heute widmet sich das Hofheimer Stadtmuseum ihrem Leben und Wirken anhand von Ausstellungen und Katalogen
Wussten Sie schon, …
… dass fast 40 Prozent der Stadtfläche Hofheims aus Wald besteht? Hofheim ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine Stadt im Grünen.
… dass die Innenstädte von Frankfurt, der Landeshauptstadt Wiesbaden und Mainz jeweils nur rund 20 Kilometer entfernt liegen?
… dass im Hofheimer Stadtteil Langenhain das einzige europäische Bahá’í Haus der Andacht steht?