Kriftel
Durch die verkehrsgünstige Lage im Städtedreieck Frankfurt, Wiesbaden und Mainz ist Kriftel ein bevorzugter Wohn- und Gewerbestandort inmitten des Rhein-Main- Gebietes. Dennoch hat sich die 11.000-Einwohner- Gemeinde ihren überschaubaren traditionellen Charakter bewahrt. Durch den großflächigen Anbau von Erdbeeren und Kernobst auf dem Hochfeld hat sich Kriftel seinen Ruf als „Obstgarten des Vordertaunus” erworben. Über die Hälfte der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich, gärtnerisch oder als Grünanlage genutzt.
Meine politische Arbeit für Kriftel:
In den letzten Jahren habe ich mich intensiv für den Ausbau der Autobahn A66 bei gleichzeitiger Errichtung von Lärmschutzwällen eingesetzt. Der Autobahnausbau war nicht nur unter Infrastrukturgesichtspunkten sehr wichtig, sondern hat auch den Durchgangsverkehr durch den Ort deutlich reduziert. In Verbindung mit dem ausgebauten Lärmschutz hat dies zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität in Kriftel geführt.
Historie:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kriftel im Jahr 790 n.Chr. unter dem Namen Cruoftera (Schluchtenbach). Andere frühe Bezeichnungen waren Cruftera, Cruftero, später wurde daraus Cruftila und schließlich Crüftel. Gemeinsam ist all diesen Namen der Wortstamm Cruft, der aus dem Mittelhochdeutschen stammt und „eingegraben“ bedeutet.
Es wird vermutet, dass der Leichenzug des Bonifatius in der Umgebung des heutigen Kriftel Station gemacht haben soll. Zumindest wurde zu Ehren des Missionars die Bonifatius Kapelle in Kriftel errichtet. Bis ins 17. Jahrhundert hinein verlief die Geschichte Kriftels ohne besondere Vorkommnisse. Dann ereilten die kleine Gemeinde binnen kurzer Zeit zwei schwere Schicksalsschläge: Erst war die Bevölkerung während des dreissigjährigen Kriegs massiven Plünderungen ausgesetzt und dann kam es 1671 zu einem verheerenden Großbrand, der weite Teile des Dorfes zerstörte.
Wie auch die anderen Städte und Gemeinden des Main-Taunus-Kreises wurde Kriftel nach dem Reichsdeputationshauptschluss ein Teil des Herzogtums Nassau. 1866 fiel die Gemeinde dann an Preußen, und gehörte dem Hohenzollernstaat bis zu dessen Auflösung durch die Alliierten nach dem 2. Weltkrieg an. Folge des Kriegs war ein starker Zuzug von Menschen aus der Umgebung, die durch Bombenangriffe ihre Hauser verloren hatten, Flüchtlingen und Heimatvertriebenen. Als Teil des neu gegründeten Bundeslands Hessen erlebte Kriftel in den fünfziger und sechziger Jahren einen rasanten Wirtschaftsaufschwung durch Ausweisung eines Gewerbegebiets. Damit war ein weiterer Bevölkerungsanstieg verbunden. Nachdem sich die Bewohner Mitte der Siebziger Jahre erfolgreich gegen eine Eingemeindung seitens Hofheims gewehrt hatte, konnte sie 1990 das 1200-jährige Jubiläum ihrer Gemeinde feiern.
Partnerstadt ist das in Nordfrankreich gelegene Airaines.
Kultur:
Ein äußerst reges Vereinsleben ermöglicht es, in Kriftel nahezu jede Sportart auszuüben – eine Vielzahl moderner Sportanlagen ist vorhanden, so z.B. ein Freizeitpark mit Parkbad sowie Sport- und Kulturhallen (Schwarzbachhallen). Das Kulturforum Kriftel und weitere Vereine bieten laufend Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Vorträge oder Ausstellungen an. In der Gemeindebücherei können Bücher kostenlos entliehen werden. Das historische Erbe der Gemeinde (urkundliche Ersterwähnung im Jahre 790 n. Chr.) wird im Heimatmuseum dokumentiert. Darüber hinaus bietet das Schulmuseum mit seinem historischen Klassenzimmer einen historischen Überblick über die Entwicklung und Ausprägung des Schulsystems. Dabei werden vor allem die Wechselwirkungen mit gesellschaftlichen Entwicklungen und pädagogischen Strömungen beleuchtet.
Sehenswert:
Neben einer Besichtigung der Ortsmitte und der rund 1000 Jahre alten Kirche St.Vitus sollte man sich einen Besuch auf dem Hochfeld nicht entgehen lassen.
Im Hochfeld liegt der Ruf Kriftels als „Obstgarten des Vordertaunus“ begründet. Auf den Obstfeldern für Erdbeeren, Äpfel-, Birnen-, und Kirschbäume stehen geschätzte 200.000 Obstbäume. Zur Erntezeit herrscht hier Hochbetrieb und entlang der angrenzenden Hattersheimer Straße kann das Obst dann frisch und günstig direkt beim Erzeuger gekauft werden. Wer das Hochfeld während der Obstbaumblüte im Frühjahr besichtigt, erhält einen unvergesslichen Eindruck von der Schönheit der Landschaft.
Darüber hinaus laden unter anderem das Heimatmuseum in der Schulstraße und die Bonifatiusrute mit Kapelle zu einer Besichtigung ein.
Der berühmte Krifteler:
Der heutzutage berühmteste Krifteler ist der Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner. Er gehört zu den erfahrensten und renommiertesten Schiedsrichtern des deutschen Fußballs. Als Verbandslehrwart des Hessischen-Fußball-Verbands ist er darüber hinaus auch für die Ausbildung junger Schiedsrichter verantwortlich. Hauptberuflich arbeitet Wagner als Fertigungsleiter im angrenzenden Hofheim.
Wussten sie schon, …
… dass zu Ehren der Partnerstadt Airaines der Bahnhofsplatz in „Platz von Airaines“ umbenannt wurde?
